digitales Höhenmodell

Ein Digitales Höhenmodell (DHM) und ein Digitales Geländemodell (DGM) werden häufig gleichbedeutend verwendet. Auch wird der aus dem englischen Sprachraum gebräuchliche Begriff des Digital Terrain Models (DTM) verwendet.
Das DHM beschreibt eine Geländefläche, die sich (nach Wild, 1983) durch Idealisierung und Abstraktion der Erdoberfläche ableiten lässt. Im allgemeinen wird die Geländefläche ohne Berücksichtung der Vegetation und Kunstbauten, wie zum Beispiel Gebäude, beschrieben. Das DHM besteht in der Regel aus den folgenden Einheiten:

Drahtmodell

  • den Koordinaten von Geländepunkten:
    • Massenpunkte (regelmäßig, oder dem Gelände angepasst)
    • Markanten Einzelpunkten (Kuppen, Senken)
  • den Koordinaten der Geländelinien:
    • Bruchkanten
    • Formlinien
    • Randlinien (innere- und/oder äußere Begrenzungen)
  • die mathematische Funktion zur Beschreibung der Geländefläche (Interpolationsmethode) 

Dreiecksnetz mit Bruchkanten, Rand- und Formlinien

Die Geländeaufnahme kann mit verschiedenen Mess- methoden erfolgen:

Orthophoto drappiert

  • terrestrische Geländeaufnahme
  • photogrammetrische Auswertung
    • durch stereoskopische Auswertung
    • durch digitale Bildkorrelation der Stereomodelle
  • Digitalisierung vorhandener Höhenlinien
  • durch Laseraufnahmeverfahren oder auch
  • eine Kombination der oben aufgeführten Messverfahren zum Einsatz kommen.

mit einem Orthophoto drappierte Darstellung eines DHM

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